Freaks

freaks Joey Goebel,
Freaks.
Aus dem amerikanischen Englisch von Hans M. Herzog.
Diogenes 2006

208 Seiten, EUR 15
ISBN 3-257-06546-9

In einer kleinen Stadt in Kentucky haben sich fünf Außenseiter gefunden: eine 80jährige, die in einem Sex-Pistols-T-Shirt und in Cowboystiefeln herumläuft; eine wunderschöne Frau im Rollstuhl; ein junger Iraker auf der Such nach dem Amerikander, den er im 1. Golfkrieg verwundet hat; ein frühreifes kleines Mädchen und ein extrem wortgewandter Afroamerikaner, der ständig auf Drogen zu sein scheint, tatsächlich aber völlig nüchtern durchs Leben geht.
Musik ist ihre Leidenschaft und zusammen gründen sie eine Band - THE FREAKS.

So ungewöhnlich all diese Charaktere klingen, so ungewöhnlich ist auch die neue Geschichte von unserem Preisträger 2006 Joey Goebel.

Mich interessiert:
Konntet ihr euch mit den Charakteren anfreunden?
Könnt ihr deren Handlungen (teilweise) nachvollziehen?
Wie fandet ihr den Erzählstil, die ewigen Perspektivenwechsel?
Und wie ging es euch mit der Sprache?
Was sagt ihr zum großen Showdown beim ersten Auftritt von den FREAKS?
Habt ihr Fragen an den Autor?
und…auch wichtig:
wie findet ihr das Cover?

Lasst hören!

3 Antworten auf “Freaks”

  1. Teresa sagt:

    Hallo!
    Mir hat “freaks” gut gefallen und mit den meisten Charakteren konnte ich mich ganz gut anfreunden, obwohl ich noch lang nicht immer verstanden habe warum sie so oder so gehandelt haben. Ich finds zum Beispiel komisch, dass Aurora sich in einen Rollstuhl setzt, um von den Männern nicht beachtet zu werden (wobei, sie hat ihre Gründe, und das find ich dann wieder gut). Dafür gäbe es halt auch noch andere Methoden…
    Lusters bekifft-klingende philosophische Monologe sind gut und teilweise ziemlich witzig. Vor allem gefällt mir der 1.Satz: “Leicht war es nicht, 1000 Herzen auf einmal zu flicken, aber ich schaffte es.” Joey Goebel hat sowieso eine mitreißende Art zu schreiben, obwohl ihm das in “Vincent” noch etwas besser gelungen ist als in “freaks”. Die Perspektivwechsel haben mir aber gut gefallen, denn so konnte man die Geschichte immer jeweils aus dem Blickwinkel einer bestimmten Person sehen, das fand ich sehr interessant. Vor allem die Perspektiven von den “unsympathischen” Leuten sind gut gelungen, weil sie auch in ihrer eigenen Sichtweise noch so falsch erscheinen. Und sie sprechen alle ein bisschen anders, das gefällt mir auch! :)
    Schreibt was!!! :)
    lg Teresa

  2. Kathi sagt:

    so, jetzt hab ich endlich mal zeit zu schreiben.

    erstens muss ich mal sagen, dass mir “freaks” wirklich sehr gut gefallen hat. (wenn auch nicht so gut wie “vincent”.)
    ich persönlich konnte mich mit den charakteren sehr gut und schnell anfreunden. überhaupt bin ich begeistert davon, wie gut joey goebel diese, schon sehr außergewöhnlichen charaktere, beschrieben hat.
    die handlungen konnte ich anfangs noch nicht so gut nachvollziehen, aber ich finde je mehr man von den personen und deren lebensgeschichten erfährt, desto besser versteht man, warum sie so und nicht anders handeln.
    die perspektivenwechsel fand ich wirklich sehr gut in diesem buch. so konnte man immer genau wissen, was die einzelnen personen denken und machen. ich finde, dass es das buch noch spannender und interessanter macht, wenn man die einzelnen situationen immer aus einer anderen sicht sieht.
    und ich muss teresa recht geben mit dem, was sie über joey goebels schreibstil geschrieben hat.
    den ersten auftritt von den “freaks” und wie sich der dann entwickelt hat, fand ich ziemlich überraschend, und gut.

    was mich auch interessiert ist, ob ihr einen “lieblingsfreak” habt. ich persönlch kann mich zwischen amber, luster und ray nicht wirklich entscheiden.

    aja,…ich hab zu weihnachten das hörbuch bekommen.
    find ich auch ziemlich gut und angehnem zum hören.

    kathi

  3. Teresa sagt:

    Hallo!

    Du hast recht, ich finde das Ende und den Auftritt von den Freaks auch gut gelungen. Am Anfang dachte ich noch, das Buch wäre so etwas wie ein Gedankenexperiment, was passiert, wenn man 5 möglichst schräge Typen zusammenführt, aber am Schluss wird eine ziemlich gut durchdachte Handlung draus, die echt immer überraschend ist.

    Mir ist es teilweise wirklich schwer gefallen, die Chraktere zu verstehen, aber es stimmt, dass man lernt, sich in sie “hineinzufühlen”. Nur bei dem kleinen Mädchen ist es mir nie ganz gelungen…
    Ob ich einen Lieblingsfreak habe, weiß ich nicht genau, irgendwie sympathisch und schwierig sind sie alle. Wie gesagt gefallen mir Lusters Monologe, weil sie so verwirrend wirken und dabei so viel Aussage haben, aber insgesamt ist mir Ray sympathischer. Ich fand es echt schrecklich von dem Amerikaner, bei dem Ray sich entschuldigt hat, dass er sich auf diese Weise rächt und ihn auch einfach anschießt. Ich meine wer würde so etwas tun, nachdem jemand für eine Entschuldigung so weit gegangen ist?!

    Naja, ich schätze dieserTeil der Handlung ist vielleicht gar nicht so unrealistisch…leider.
    Ich hab immer versucht mir den Musikstil der Freaks vorzustellen, aber ohne Ergebnis. Vielleicht würden sie so klingen wie Joey Goebels Band :) . Was meint ihr?

    Teresa

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